Philologe untersucht Heimatdiskurs: Sprachsalat mit braunem Dressing
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Nationalismus in Kleinformat. Gartenzwerg mit Deutschlandfahne.

© Julian Stratenschulte/dpa

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Philologe untersucht Heimatdiskurs: Sprachsalat mit braunem Dressing

Von Bäumen und Menschen: Sprachwissenschaftler Maurizio Bettini analysiert nationalistische Rhetorik auf intelligente Weise.

Von Caroline Fetscher

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Menschen haben Füße. Bäume, Sträucher, Blumen und Kräuter hingegen haben Wurzeln. Menschen sind eine beweglich Spezies, sie gehen, laufen, wandern umher, wandern aus, wandern ein, bauen Häuser, ziehen ein, ziehen aus, ziehen weiter – Bäume nicht. Das müsste nicht gesagt werden, so evident ist es. Doch je mehr Menschen unterwegs sind, desto lauter wird die Rede von ihren „Wurzeln“, ja die generelle Rede von „Wurzeln“. Sogar ins Vokabular seriöser Nachrichten ist sie eingedrungen, wenn es beiläufig oder betont heißt, ein Individuum habe türkische, afrikanische, deutsche oder pakistanische Wurzeln, und so fort. Fantasierte „Stämme“ – siehe Baum – sind wieder da, auch in Europa.

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