Pianistin Alice Sara Ott beim RSB: Subtiler Saloncharme
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Alice Sara Ott.

© Felix Bröde

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Pianistin Alice Sara Ott beim RSB: Subtiler Saloncharme

Die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott war zu Gast beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Karel Mark Chichon - und zeigte sich unentschlossen bis unentspannt.

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Sentimentalität und Noblesse sind die Eigenschaften, die sich in Griegs Klavierkonzert in a-Moll op. 16 die Waage zu halten versuchen. Dieselbe Anforderung stellt sich seinen Interpreten. Ein Übermaß an Pathos kann man der jungen deutsch-japanischen Pianistin Alice Sara Ott keinesfalls nachsagen. In die stürmischen Kaskaden, die das Stück eröffnen, schleicht sich sogar ein vornehmes Zögern, das das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Karel Mark Chichon übernimmt und im Seitenthema in Form einer ausgeprägten Agogik fortsetzt. Otts Unentschlossenheit in der Formgebung großer Bögen und einzelner Phrasen lässt ihre Interpretation konstant unterspannt und ein wenig richtungslos wirken.

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