
© Pracusa
Sonia Delaunay-Ausstellung in Paris: Tanz der Farben
Von wegen die Frau an seiner Seite: In Paris wird endlich das Werk von Sonia Delaunay gewürdigt. Die Künstlerin verriet sich nie an die Verkäuflichkeit.
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Wenn Künstler des 20. Jahrhunderts als Paar gearbeitet haben, fiel in der öffentlichen Wahrnehmung für den weiblichen Teil meist das Kunsthandwerk als Anteil ab. Zumindest nicht die „reine“ Kunst. So war es bei Alexander Rodtschenko und Warwara Stepanowa, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, Jean Arp und Sophie Taeuber-Arp – und Robert und Sonia Delaunay. Die Einzelausstellung von Sonia Delaunay im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris räumt mit dem Vorurteil auf. So gründlich, dass man sich hinterher fragt, was Robert, dieser weiche und empfindsame, gegen Ende seines allzu kurzen Lebens kränkelnde Mann zur Kunst „der Delaunays“ beigetragen hat, das die bis ins hohe Alter aktive Sonia nicht selbst erfunden hätte?
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