Suhrkamp Verlag: Lesen Sie mehr zum Thema – Seite 6
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Thema

Suhrkamp Verlag

In Frankfurt ist man momentan nicht gut zu sprechen auf Berlin. Erst war es der Suhrkamp Verlag, der sich letztes Jahr aller Tradition zum Trotz vom Main an die Spree aufmachte; dann verkündeten Anfang dieses Jahres die Verlage Aufbau und Eichborn ihre Kooperation, inklusive eines Standortwechsels des in Frankfurt ansässigen Eichborn Verlags nach Berlin; und seit ein paar Tagen ist es beschlossen, dass auch die „Frankfurter Rundschau“ ihre überregionalen Seiten in Berlin produziert und in Frankfurt nur die Lokalredaktion verbleibt.

Von Gerrit Bartels

Neuer Vargas-Llosa-Roman erscheint im Suhrkamp VerlagNach dem monatelangen Tauziehen um den neuen Roman des Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa ist es jetzt amtlich: „Der Traum des Kelten“ erscheint im September bei Suhrkamp, wie Verlagssprecherin Tanja Postpischil in Berlin mitteilte. Im November hatte der Rowohlt Verlag überraschend angekündigt, er werde den Roman verlegen.

Erst ging es knallhart ums Geschäft, dann wurde die ganze Angelegenheit ein Rührstück, inzwischen ist sie eine Posse: die Veröffentlichung der deutschen Übersetzung von Mario Vargas Llosas neuem Roman „Der Traum des Kelten“. Nachdem Vargas Llosa noch vor der Entgegennahme des Literaturnobelpreises seiner Freundin und angeblich finanziell klammen Agentin Carmen Balcells erlaubt hatte, seinen neuen Roman meistbietend zu verkaufen, sicherte sich in Deutschland der Rowohlt Verlag die Rechte.

Sema Kaygusuz wurde 1972 im türkischen Samsun geboren. Sie studierte in Ankara, wo sie auch Theater spielte, und lebt heute als Schriftstellerin in Istanbul.

Was war das doch für eine Aufregung, als der Suhrkamp Verlag vor einem Jahr endgültig von Frankfurt nach Berlin umzog! Da gab es zahllose Texte und Berichte über Frankfurt ohne Suhrkamp, über Berlin mit Suhrkamp, über Suhrkamp ohne den alten Suhrkamp-Spirit, über Suhrkamp mit dem neuen Berlin- und Näherdran-Spirit, über Suhrkamp im Nicolai-Haus, über Suhrkamp überall, nur nicht im Nicolai-Haus, kurzum: über einen Verlag, der nicht nur aus ideologischen, sondern vermutlich auch finanziellen Gründen sich räumlich veränderte.

Von Gerrit Bartels

Dem Suhrkamp Verlag war der Weggang seines jahrzehntelangen Autors eine Pressemitteilung wert: „Zu unserem Bedauern wird der neue Roman von Mario Vargas Llosa ,El sueno del celta’ nicht im Suhrkamp Verlag erscheinen. (.

In diesen Buchmessetagen ist viel die Rede von den historischen Umwälzungen, die die Medien- und Buchbranche und überhaupt unseren Umgang mit Sprache und Schrift betreffen. Einen „Technologiebruch“ diagnostizierte Buchmessendirektor Jürgen Boos in seiner Eröffnungsrede, eine „kreative Zerstörung“, wie es sie seit der Erfindung des Buchdrucks nicht gegeben habe.

Von Gerrit Bartels

In diesen Buchmessentagen ist viel die Rede von den historischen Umwälzungen, die die Medien- und Buchbranche und überhaupt unseren Umgang mit Sprache und Schrift betreffen. Einen „Technologiebruch“ diagnostizierte Buchmessendirektor Jürgen Boos in seiner Eröffnungsrede, eine „kreative Zerstörung“, wie es sie seit der Erfindung des Buchdrucks nicht gegeben habe.

Von Gerrit Bartels
Mario Vargas Llosa.

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an den peruanischen Schriftsteller Mario Vargas Llosa. Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt. Der 74-Jährige reagierte "sehr gerührt und begeistert".

Die vergangene Literaturwoche, keine Frage und Franka Potente hin, Jonathan Safran Foer her, gehörte dem österreichischen Schriftsteller Norbert Gstrein und der Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz. Gstreins Roman „Die ganze Wahrheit“ über eine Verlegerwitwe, die nicht ganz zufällig ein paar Ähnlichkeiten mit Ulla Unseld-Berkéwicz aufweist, ist landauf, landab zum Veröffentlichungtermin besprochen worden, mal als Schlüsselroman ohne Schlüssel, mal als verschlüsselter Schlüsselroman mit Schlüssel, mal als unverschlüsselter Verlegerwitwenroman, für den man viel zu viele Schlüssel braucht, um hinter den Türen noch Ulla Unseld-Berkéwicz und den Suhrkamp Verlag erkennen zu können.

E s sind wieder bewegte Suhrkamp-Zeiten. Nicht nur, dass der Verlag von Frankfurt nach Berlin umgezogen ist, er feiert in diesem Jahr auch sein 60-jähriges Bestehen. Gerrit Bartels über das Jubiläumsprogramm des Suhrkamp Verlages.

Von Gerrit Bartels

Wer sich in der Causa Suhrkamp auskennt, konnte sie kaum übersehen: die kleinen gelben Aufkleber, die nach der Buchmesse in Frankfurts Stadtteil Sachsenhausen an Ampeln, Schildern und Bäumen pappten und die Aufschrift „Sparr dir Berlin“ trugen, entworfen von der „Initiative Ulla Schmidt zurück nach Hanau e.V.

Von Gerrit Bartels

Streit um Hackers letzten Suhrkamp-Roman: Katharina Hackers neuer Roman „Alix, Anton und die anderen“ erscheint diese Woche als letztes ihrer Bücher beim Suhrkamp Verlag, in einer Form, die der literarischen Absicht der 42-jährigen, in Berlin lebenden Autorin widerspricht.

Für eine Doku auf Arte wurde eine Nachkriegs-Reportage wieder entdeckt. Michael Gaumnitz hat Eindrücke von Stig Dagerman auf den Bildschrim gebracht.

Von Hendrik Feindt

Berlin kam für ihn als Reiseziel nicht infrage. „Groß ist es, aber was bringt das“, erklärt Andrzej Stasiuk in seinem Reiseessay für die von Katharina Raabe und Monika Sznajderman herausgegebene Anthologie Odessa Transfer im Suhrkamp Verlag.

Von Gregor Dotzauer
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