Digital Public Library of America eröffnet: Virtuelle Bibliotheken: Aller Welts Wissen
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Erst Freund, dann Feind von Google. Der Ideenhistoriker Robert Darnton, Direktor von Harvards Widener Library, ist eine treibende Kraft der DPLA. Foto: Bryce Vickmark/Redux/laif

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Digital Public Library of America eröffnet: Virtuelle Bibliotheken: Aller Welts Wissen

Wer spricht noch von Google Books? Nächste Woche öffnet die Digital Public Library of America ihre Pforten und versucht, den Traum von einer Universalbibliothek wieder an die Idee des Gemeinwohls zu knüpfen.

Von Gregor Dotzauer

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Ein paar fragile Jahre lang waren sie ziemlich beste Freunde. Viele große Bibliotheken, von der Harvard University Library bis zur Bayerischen Staatsbibliothek, von der Bodleian Library in Oxford bis zur katalonischen Nationalbibliothek in Barcelona, schätzten sich glücklich, in Google einen Weggefährten gefunden zu haben, der ihre Bestände kostenlos digitalisiert. Das gesamte Wissen dieser Welt, so lautete die unbescheidene Hoffnung, werde bald jedem jederzeit zur Verfügung stehen. Quertreiber wie Jean-Noël Jeanneney, damals Direktor der Bibliothèque Nationale de France, beklagten zwar einen fatalen Überhang englischsprachiger Bücher, und Autoren wie Verleger reichten von den offiziellen Anfängen des Unternehmens im Oktober 2004 publizistisch und juristisch Beschwerde ein. Sie empörten sich darüber, nie um ihre Zustimmung gebeten worden zu sein.

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