Was Exil bedeutet: Ein literarischer Abend im Schloss Bellevue
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Nach dem türkischen Militärputsch 2016 verhaftet. Die Schriftstellerin Asli Erdogan im Schloss Bellevue.

© dpa/Jörg Carstensen

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Was Exil bedeutet: Ein literarischer Abend im Schloss Bellevue

Ein Abend des Bundespräsidenten widmet sich der literarischen Erkundung „Von Verlust und Zuflucht“

Von Gregor Dotzauer

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Da sitzt er mit seinen 100 Jahren, die Katze auf dem Schoß, und sagt in seiner unverkennbaren, über die Satzenden hinwegatmenden Sprachmelodie, dass es für Tiere im Gegensatz zu Menschen ja selbstverständlich sei, geliebt zu werden. Ein Mann, den es durch die halbe Welt getrieben hat, von Brünn nach Wien, und auf der Flucht vor den Nazis zurück in die Tschechoslowakei, weiter nach Frankreich und schließlich in die USA, wo man ihn zur Army einzog und nach Deutschland mitnahm, wo er, der österreichische Jude, sich an der Befreiung des KZ Dachau beteiligte, bevor er sich in Paris niederließ.

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