
© Vincent Stefan/Staatsoper
Staatsoper im Schillertheater: Wo ist oben?
Bequem kann es sich hier keiner machen: Thomas Goerge inszeniert in der Werkstatt des Schillertheaters zwei Einakter von Paul-Heinz Dittrich nach literarischen Vorlagen von Franz Kafka und Maurice Maeterlinck.
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Dieses Mal ist alles anders. Sind die Zuschauer der Staatsopern-Werkstatt im Schillertheater sonst zweireihig an der Wand platziert, dazwischen eine schlauchartige Spielfläche, ist die Bühne jetzt an die rechte Stirnseite gerückt, die Besucher sitzen auf Stühlen oder Kissen. Ein völlig neues Raumempfinden. Die Atmosphäre: surreal. Ein Tisch hängt kopfüber von der Decke, das Essen noch darauf. Vinylplatten, von Spazierstöcken aufgespießt. Partituren prangen an der Wand, Schwarzlicht. Fünf Sänger stehen auf einer Tribüne, hinter ihren Köpfen sind Kissen montiert, als würden sie eigentlich liegen und schlafen. Alles eine Sache der Perspektive. Thomas Goerge inszeniert zwei Stücke von Paul-Heinz Dittrich, die im offiziellen DDR-Realismus keine Chance hatten.
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