Künstliche Unterkühlung: Wie die Illusion von Kälte das Gehirn schützen könnte
zum Hauptinhalt
Das Kälteschutzprotein RMB3 schützt Nervenzellen vor dem Absterben. Wie es gebildet wird, entschlüsselten nun Florian Heyd und sein Team.

© Adobe Stock

Tagesspiegel Plus

Künstliche Unterkühlung: Wie die Illusion von Kälte das Gehirn schützen könnte

Mit einem vielversprechenden Forschungsansatz will Florian Heyd Nervenzellen vor dem krankheitsbedingten Abbau schützen.

Von Catarina Pietschmann

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Die Evolution ist in vielem einfach genial. Selbst darin, ihr „Werk“ vor Zerstörung zu schützen. Sinkt die Körpertemperatur eines Menschen um zwei oder mehr Grad, wird im Gehirn das Kälteschutzprotein RBM3 vermehrt gebildet – Nervenzellen, die Neuronen, werden vor dem Absterben geschützt. Notfallmediziner kühlen deshalb Menschen, die nach Unfällen mit schweren Hirnverletzungen eingeliefert werden, für mehrere Stunden auf 34 bis 35 Grad Celsius ab, um den Verlust von Nervengewebe zu minimieren. Auch bei Schlaganfällen und Herzinfarkten wird so verfahren.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })