Ein Zwischenruf zur …: … Frauenbewegung
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Ein Zwischenruf zur …: … Frauenbewegung

Derzeit streitet die selbst ernannte deutsche Frauenpäpstin Alice Schwarzer mit der Frauenministerin über Feminismus. War es eine fragwürdige oder eine durch und durch positive Kraft?

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War es gar die „folgenreichste soziale Bewegung des 20. Jahrhunderts“, wie Frau Schwarzer behauptet? Das sagt nun gar nichts über die Güteklasse. Folgenreich ist das denkbar falscheste Wort, denn es verschleiert mehr, als es offenlegt, und stellt die Frauenbewegung in eine Reihe mit politischen Kämpfen, die ebenfalls folgenreich waren, aber auf entsetzliche Art, beispielsweise der Nationalsozialismus. Die Frauenbewegung zeichnet etwas fundamental anderes aus: Sie ist die einzige unblutige Revolution, und die dauerhafteste. Allein das ist ihr entscheidendes Merkmal. Und es ist das Beste, was von einer sozialen Bewegung zu sagen ist. Gewiss, ihren couragierten Vordenkerinnen und Aktivistinnen hat sie anfänglich gesellschaftliche Ächtung eingebracht. Aber viele politische Strömungen, die zeitgleich herrschten, haben Leben vernichtet, natürlichen und kulturellen Lebensraum verwüstet, Hab und Gut zerstört. Typische Kennzeichen von angeblichen politischen Befreiungskämpfen, die allesamt von Männern veranstaltet wurden.

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