Die Politik des Erdogan: Ausrasten als Methode
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Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan

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Die Politik des Erdogan: Ausrasten als Methode

In der Türkei wie im Ausland wird der türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan ungläubig beobachtet: Was soll all die Kraftmeierei? Tatsächlich kommt Erdogan damit bei vielen Wählern an, er macht sich zum starken Mann des Landes. Doch der Egotrip hat seinen Preis.

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Was ist bloß in Recep Tayyip Erdogan gefahren? Der türkische Ministerpräsident attackiert deutsche Medien und Politiker, er redet von ausländischen Kräften, die sein Land schwächen wollen, er bezeichnet Kritik an mangelnder Pressefreiheit in der Türkei als Unterstützung für den Terrorismus. Das In- und Ausland sind von Erdogan deftige Rhetorik gewohnt, doch in jüngster Zeit gehen Angriffsziele und Wortwahl weit über das Gewohnte hinaus. Die wütenden Vorwürfe gegen Deutsche, andere Europäer und seine Kritiker in der Türkei als Ausraster eines zunehmend autoritären Politikers abzutun, wäre falsch. Erdogan weiß, was er tut, seine Bolzerei hat Methode: Es geht um die Präsidentschaftswahlen im August.

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