Israels Angriff: Bild gegen Wort, Wort gegen Bild
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Israels Angriff: Bild gegen Wort, Wort gegen Bild

Israel zeigt Videos, die Gaza-Aktivisten legen Zeugnis ab: Heißt Sehen noch Wissen?

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Es gibt da diesen Spruch: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Die Gewissheit über die Gültigkeit dieses Satzes ist erschüttert worden. Nicht zum ersten Mal, doch mit neuer Vehemenz. Das israelische Militär hat am Montag die Gaza-„Solidaritätsflotte“ angegriffen und gestürmt. Mindestens neun Menschen starben. Seit dem blutigen Ausgang der strittigen Kommandoaktion versucht die israelische Seite, den Kampf der Bilder zu gewinnen. Die wenigen Videos, die die Zensur für die Weltöffentlichkeit freigegeben hat, sollen belegen, dass die Aktivisten keineswegs friedliche Absichten hatten, sondern gewalttätig waren. Wie bei der Analyse eines Fußballspiels werden in den Schwarz-Weiß-Aufnahmen Menschen gezeigt und eingekringelt, die auf andere eindreschen. Wer Menschen schlägt, muss einkalkulieren, dass der Geschlagene sich wehrt, vielleicht gar schießt. Notwehr ist ein Menschenrecht. Die Israelis haben recht getan, oder?

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