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Harald Martenstein: Das Leben ist eine Baustelle
Im Alltag äußert sich die Wirtschaftskrise vor allem darin, dass es überall Staus gibt. Das hängt mit den staatlichen Konjunkturprogrammen zusammen, durch die auf einmal Geld für viele neue Baustellen da ist. Doch wie mag wohl die Zeit nach der Krise aussehen?
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Woran spürt man die Wirtschaftskrise? Es geht jetzt nicht darum, dass man vielleicht weniger Geld hat, Angst um den Job oder überhaupt keinen Job mehr. Es geht um den Alltag. Im Alltag äußert sich die Wirtschaftskrise vor allem darin, dass es überall Staus gibt. Seit Menschengedenken hat es nicht mehr so viele Baustellen gegeben, das merkt man sofort, wenn man irgendwo hinfährt. Insgesamt sind es, allein auf den Autobahnen und Bundesstraßen, etwa 1000 Kilometer Baustelle, dies haben die Automobilklubs ausgerechnet. Im Krisenland ist einerseits eine extreme Geschäftigkeit ausgebrochen, Männer mit Spaten, Männer mit Betonmischmaschinen, andererseits warten Zehntausende in ihren Autos und schauen ihnen zu. In jedem Jahr, vor Beginn der Reisesaison, geben die Automobilklubs Tipps, welche Autobahnen man meiden sollte, wie man Staus umfahren kann. In diesem Jahr sagte der Sprecher des ADAC, es habe ohnehin keinen Zweck.
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