Libyen, Syrien, Ägypten: Demokratie ist Leidkultur
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Muammar al Gaddafi - Exzentriker, Lebemann, Massenmörder.

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Libyen, Syrien, Ägypten: Demokratie ist Leidkultur

Die Aufstände der jungen Revolutionäre in Nahost sind gescheitert. In Ägypten herrscht das Militär, in Syrien Bürgerkrieg und in Libyen überhaupt niemand mehr. Eine Kolumne über den unerträglich hohen Preis von Freiheit.

Sidney Gennies
Eine Kolumne von Sidney Gennies

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Es ließe sich gewiss viel über Muammar al Gaddafi sagen, aber er war kein Zechpreller. Das zumindest berichten mir Leute, die den libyschen Diktator fern der Heimat kennengelernt haben. Genauer: am einzigen wirklich schönen Ort, den es in Addis Abeba in Äthiopien gibt, dem Sheraton Hotel. Wann immer Gaddafi wegen irgendwelcher Treffen der Afrikanischen Union in der Stadt war, stieg er dort ab. Natürlich nicht in einer schnöden Präsidentensuite. Er mietete den gesamten Poolbereich, ließ für sich, seine Entourage und die Kamele Zelte aufstellen. Für die anderen Hotelgäste war das naturgemäß nicht so schön. Gaddafis Leibwächter gaben deshalb abends gratis Drinks an der Hotelbar aus. Botschaft: Der Mann ist Exzentriker – kein Unmensch.

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