Regierungskrise in Italien: Der Skorpion hat nichts gelernt
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Zum Verzweifeln die Aktion von Matteo Renzi (hier auf der Pressekonferenz, auf dem er sich am Mittwoch erklärte) - vorerst für Premier Conte und seine geschwächte Koalition.

© Samantha Zucchi/imago

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Regierungskrise in Italien: Der Skorpion hat nichts gelernt

Matteo Renzi löst mitten in der Pandemie eine Regierungskrise in Italien aus. Motiv: Eitelkeit. Ein Kommentar

Andrea Dernbach
Ein Kommentar von Andrea Dernbach

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Als 1998 die linke Kleinpartei PRC die Regierung von Romano Prodi platzen ließ, wählte Eugenio Scalfari, damals einer der scharfsinnigsten Leitartikler Italiens, ein schönes Gleichnis: Ein Skorpion verspricht dem, der ihn ans andere Flussufer tragen soll, hoch und heilig, ihn nicht zu stechen. Das Argument, das dem Träger schließlich trotz seiner Angst einleuchtet: Das wäre doch auch Wahnsinn. Stäche er, müsse er ja mit dem Träger untergehen. Mitten im Fluss sticht der Skorpion trotzdem zu. Auf die entsetzte Frage des sterbenden Trägers antwortet er, es tue ihm auch leid, aber: „Es ist nun einmal meine Natur.“

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