PORTRÄT BIRGIT FISCHER EX-MINISTERIN, BARMER-CHEFIN:: „Die Kopfpauschale ist ungerecht“
Was sie vom Lieblingsprojekt des FDP-Gesundheitsministers hält, daraus macht Birgit Fischer kein Hehl. Seit Anfang diesen Jahres ist die 56-Jährige Chefin der frisch fusionierten Barmer GEK, die mit rund 8,5 Millionen Versicherten zum Marktführer unter den gesetzlichen Krankenkassen geworden ist.
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Was sie vom Lieblingsprojekt des FDP-Gesundheitsministers hält, daraus macht Birgit Fischer kein Hehl. Seit Anfang diesen Jahres ist die 56-Jährige Chefin der frisch fusionierten Barmer GEK, die mit rund 8,5 Millionen Versicherten zum Marktführer unter den gesetzlichen Krankenkassen geworden ist. Kurz nach ihrem Dienstantritt rechnete die SPD-Frau dem FDP-Mann Philipp Rösler vor, was die Einführung der einkommensunabhängigen Kopfpauschale im Gesundheitswesen aus ihrer Sicht bedeuten würde: Mindestens 20 Milliarden Euro müsse der Staat zusätzlich an Steuergeldern aufbringen, wenn es einen Ausgleich zwischen Arm und Reich geben solle, mehr als 60 Prozent der gesetzlich Versicherten würden außerdem zu Bittstellern des Staates. „Unfinanzierbar und ungerecht“, lautete Fischers vernichtendes Urteil.
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