Auf den Punkt: Frau Merkel
Elisabeth Binder zur Weiblichkeit der Kanzlerin
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Macht braucht Panzer. So kannten wir es bisher. Die Rüstung der modernen Karrierefrau, egal ob im Top-Management eines großen Konzerns oder an der Spitze einer Bank, verlangt nach dunklem Hosenanzug mit hochgeschlossener Bluse. Daran hielt sich auch die junge Physikerin Angela Merkel, als sie nach der Wende eine Politik-Karriere im Westen startete. Ihre Rüschenblusen waren allerdings nicht ganz so stromlinienförmig, nicht ganz so stehkragenstreng wie die der Bankerinnen, und gaben entsprechend Anlass zu Gelächter. Zur Schau gestellte Weiblichkeit im Job, auch wenn sie hochgeschlossen war, wurde eher als Schwäche interpretiert, so nach dem Motto: "So wie die rumläuft, kann das ja nichts geben."
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