PORTRÄT PHILIP RIZK STUDENT IN ÄGYPTEN:: „Ich lasse mich nicht einschüchtern“
Tag und Nacht in Handschellen, die Augen stets verbunden, rund um die Uhr von Unbekannten verhört und eingesperrt in einer 2,0 mal 1,5 Meter kleinen Zelle. Die Erfahrungen des Studenten Philip Rizk im Gefängnis des Kairoer Inlandsgeheimdienstes stehen für tausende Fälle in diesem Land – nur, dass den meisten Verhafteten wesentlich übler mitgespielt wird als dem 27-jährigen Deutsch-Ägypter.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Tag und Nacht in Handschellen, die Augen stets verbunden, rund um die Uhr von Unbekannten verhört und eingesperrt in einer 2,0 mal 1,5 Meter kleinen Zelle. Die Erfahrungen des Studenten Philip Rizk im Gefängnis des Kairoer Inlandsgeheimdienstes stehen für tausende Fälle in diesem Land – nur, dass den meisten Verhafteten wesentlich übler mitgespielt wird als dem 27-jährigen Deutsch-Ägypter. Im Verhörzimmer seien Schreie von Gefolterten zu hören gewesen, berichtete Rizk bei einer Pressekonferenz in seiner Wohnung im Vorort Maadi. „Du bist doch ein kultivierter Mensch, das wird auch dir passieren, wenn du die Art deiner Aus sagen nicht änderst“, hätten die Vernehmer zu ihm gesagt, die er wegen der Augenbinde nie habe sehen können. Sie hätten ihn be leidigt und bedroht, aber nicht geschlagen. Ihre Marathonverhöre eröffneten sie mit dem Satz: „Alles, was in deinem Kopf drin ist, werden wir jetzt herausholen.“
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true