Professorengehälter: Mehr als Standespolitik
Junge Professoren werden sich freuen über die Anerkennung, die das Bundesverfassungsgericht ihnen zollt. Doch darüber hinaus geht es auch um die Bildungsfinanzierung von der Kita bis zur Hochschule. Bund und Länder müssen gemeinsam mehr Geld ins System bringen.
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An einer Massenuniversität ist ein Professor nicht mehr das, was er einmal war. Vom hoch bezahlten Ordinarius zum mäßig besoldeten Hochschullehrer, das schien der Preis für die Bildungsexpansion zu sein. Wenn immer mehr Studenten an die Hochschulen drängen, die Ressourcen der öffentlichen Haushalte aber begrenzt sind, müssen auch die Gehälter der Lehrenden beschnitten werden. So lautete die Logik von Bund und Ländern, als die sogenannte W-Besoldung eingeführt wurde. Wer am Anfang der Karriere auf eine W2-Professur berufen wird, verdient mit gut 4000 Euro gerade einmal so viel wie eine junge Studiendirektorin. Leistungszuschläge werden in Aussicht gestellt, aber die muss man sich erst verdienen.
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