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Erster Weltkrieg und die Moderne: „Ode an die Gewalt“
Rallyefahrer, Fahrradchampions und Piloten waren die Heroen der Moderne. Doch von der Mobilität zur Mobilmachung 1914 war der Weg in Europa nicht weit.
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Das „lange 19. Jahrhundert“, das 1789 mit der Französischen Revolution so verheißungsvoll begonnen hatte, ging im Sommer 1914 unwiderruflich zu Ende. Die letzten Jahre vor dem Kriegsausbruch waren eine Zeit des Aufbruchs, aber auch des Umbruchs gewesen. Sie waren gekennzeichnet durch politische Krisen, begrenzte militärische Konflikte in den verschiedensten Regionen der Welt, eine massive koloniale Expansion der europäischen Großmächte. Es gab aber auch eine Vielzahl von Erfindungen, neue wissenschaftliche Theorien und Entdeckungen, den Durchbruch der Moderne in Kunst und Literatur und politische Reformbewegungen wie die Frauenrechtsbewegung. Deutschland schickte sich an, ein industrieller Gigant zu werden, der sogar den britischen Rivalen hinter sich ließ. 1903 erreichte eine Elektrolokomotive der Firma AEG eine Geschwindigkeit von 210 Kilometern in der Stunde. Schneller war noch nie eine von Menschen gebaute Maschine gewesen. Der Wunsch nach der Überwindung von Raum und Zeit gebar neue Helden: Rallyefahrer, Fahrradchampions und Piloten waren die Heroen der Zeit.
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