Vor dem EU-Gipfel: Stell dir vor, wir leben in Europa, und keiner will’s wissen
zum Hauptinhalt
Partnerschaft mit Machtgefälle: Angela Merkel und Italiens Premier Giuseppe Conte

© Tiziana Fabi/AFP

Tagesspiegel Plus

Vor dem EU-Gipfel: Stell dir vor, wir leben in Europa, und keiner will’s wissen

Das Vergangene vergeht nicht. In der EU ist das spürbar, etwa zwischen Italien und Deutschland. Deutschland muss das endlich verstehen. Ein Kommentar.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Don’t mention the war – kein Wort über den Krieg. Irgendwie konnte sich der Satz aus „The Germans“, einer von John Cleese mitgeschriebenen Sitcom der 1970er, als Benimmregel durchsetzen. Zum Glück von uns Deutschen. Wer heute noch an zwei Weltkriege erinnert, von denen mindestens einer allein von Deutschland ausging, erweist sich als ewiggestrig, unangenehm unelegant, nicht ganz gesellschaftsfähig. Das mussten die Griechen in jener Finanzkrise lernen, deren Sparauflagen sie fast ruinierten, das hört Polen und immer wieder Italien. Was Deutschland nicht wahrnehmen will: Auf der Täterseite ist es leicht, nonchalant zu sein. Die Ewiggestrigen sind, Überraschung, die früheren Opfer.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })