Streitthema Inklusion: Voll behindert!
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Gemeinsam nach vorn. Wie hier im nordrhein-westfälischen Neuss sollen auch an Berliner Schulen Behinderte und Nicht-Behinderte zukünftig mehr gemeinsam lernen.

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Streitthema Inklusion: Voll behindert!

Mehr Inklusion, fordert die UN: Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam unterrichtet werden. Sie können viel voneinander lernen. Doch Berlin lässt sich das zu wenig kosten – und bringt sich so um den Gewinn.

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Du bist ja voll behindert! Das ist eine gängige Beleidigung auf Berlins Schulhöfen. Aber das könnte sich ändern. Künftig sollen nicht behinderte und behinderte Kinder gemeinsam unterrichtet werden – und dann könnten die vermeintlich normalen Schüler lernen, dass der Spruch auch als Auszeichnung verstanden werden kann. Behinderte können fast alles – und manches sogar besser. Wolfgang Schäuble, CDU, querschnittgelähmt, Bundesfinanzminister. Malu Dreyer, SPD, an Multipler Sklerose erkrankt und Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Behinderte sind Leistungssportler, Unternehmer, Wissenschaftler. Mancher Blinde hört als Toningenieur mehr als andere, Software-Firmen lernen die erstaunlichen Fähigkeiten von Autisten zu schätzen. Die inkomplett querschnittgelähmte Schwimmerin Kirsten Bruhn kommt beim Zählen ihrer Paralympicsmedaillen, Rekorde und Auszeichnungen kaum hinterher, gewann einen Bambi und wird als Protagonistin im Sportdokumentarfilm „Gold – Du kannst mehr als Du denkst“ ein Star dieser Berlinale. Selbst die Queen würdigt Behinderte als „Superhumans“ – per Ritterschlag.

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