Süchte und Sehnsüchte: Warum eine Gesellschaft Süchte aushalten muss
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Einfach mal öfter zugreifen, als es vernünftig wäre. Sucht ist eine Qual, aber es muss auch Räume für Unvernunft geben.

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Süchte und Sehnsüchte: Warum eine Gesellschaft Süchte aushalten muss

Eine Gesellschaft, die alle Süchte verbietet, verbietet auch die Sehnsucht. Wenn der Zwang zur Vernunft mal für ein paar Stunden aufgehoben wird, liegt darin auch etwas Befreiendes.

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Hurra, wir werden immer vernünftiger. Der Alkoholkonsum der Deutschen hat über die Jahre abgenommen, es wird weniger geraucht, die Zahl der Drogentoten markiert eine neuen Tiefststand. Steht alles im „Jahrbuch Sucht 2013“. Schade, viele Deutsche bleiben süchtig. Sie stehen vermehrt an Geldspielautomaten und hoffen auf schnellen Reichtum. Sie sitzen unentwegt am Computer und wollen im Rollenspiel zeigen, dass sie hier, in der Welt der virtuellen Krieger, stärker sind als der Rest der Welt. Sie haben keine Hand mehr frei, weil permanent das Handy/Tablet/Smartphone gedrückt/gestrichen/gewischt werden muss.

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