Beschneidungsdebatte: Wer das Wohl des Kindes will
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Das Beschneidungsurteil aus Köln ist das Ergebnis einer Güterabwägung, die immer wieder aufs Neue vorgenommen werden muss.

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Beschneidungsdebatte: Wer das Wohl des Kindes will

Die Beschneidungsdebatte führt der aufgeklärten Gesellschaft vor Augen, was sie längst ausgeblendet hat. Die Religionen sind ihr fremd geworden. Doch statt sich abzuwenden, sollte sie gerade jetzt für ihre Ideale einstehen.

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Die erste kleine Strafkammer des Kölner Landgerichts hat sich wohl kaum vorher ausgemalt, welche Erregung ihr Urteil zur Beschneidung eines muslimischen Jungen in der Gesellschaft auslösen würde. Für viele Menschen rührt der in islamischen und jüdischen Familien weltweit übliche Ritus plötzlich an die Grundfesten der Aufklärung. Selbst ansonsten besonnene Geister nennen die Knaben-Beschneidung „archaisch“ oder gar „barbarisch“ und argwöhnen lebenslange „Traumata“.

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