Merkel und der Krieg: Zur Sache, zur Wahrheit
Offenbar entlädt sich im "Fall Kundus" die tiefe Skepsis der Bevölkerung über den Sinn des gesamten Krieges. Das erklärt die kaum noch steuerbare Eigendynamik der Diskussion, die wiederum das allgemeine Unbehagen verstärkt. Die Kanzlerin müsste diesen Teufelskreis durchbrechen. Doch ist sie selbst ein Teil der unheilvollen Entwicklung.
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Das könnte interessant werden. Zur nächsten Sendung von „Wetten, dass …?“ hat Thomas Gottschalk drei kriegsversehrte Bundeswehrsoldaten eingeladen, die in Afghanistan Opfer von Sprengstoffanschlägen der Taliban geworden waren. Sie sollen von ihrem Einsatz in Kundus erzählen, von den Strapazen, ihren Ängsten und Hoffnungen. Dieser seltsam anonyme, fast aseptische Krieg, dessen Realitäten „allzu oft verschwiegen“ wurden, wie selbst Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg jetzt einräumt, soll dadurch Gesichter bekommen. Schließlich ist Krieg am Hindukusch. Und wir – das sind nicht allein die vom Volk gewählten Vertreter –, die wir die jungen Menschen dorthin geschickt haben, schulden ihnen Respekt und Dank. Auch öffentlich.
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