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Bildungsaufsteiger in Deutschland: Akademiker wollen sie sein? Ha!
Deutschland hat offenbar immer noch nicht kapiert, dass es ausstirbt, meint unsere Autorin. Warum sonst würde es so vielen Kindern die Schule so schwer machen?
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Im nächsten Jahr tritt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft. Da fiel mir doch glatt wieder der aktuelle Nationale Bildungsbericht der Bundesregierung von 2018 ein, in dem ich kürzlich gestöbert habe. Da steht zum Beispiel, dass 79 von 100 Akademikerkindern studieren, aber nur 24 von 100 Arbeiterkindern. Als ich das las, erinnerte ich mich an meinen Deutschlehrer in der 7. Klasse. Kurz vor den Sommerferien sagte er mir, welche Endnote ich auf dem Zeugnis bekommen würde. In allen Klassenarbeiten hatte ich eine Eins geschrieben, in der mündlichen Mitarbeit war ich auch sehr gut. Mein Deutschlehrer wollte mir aber nur eine Zwei geben. Nach der Stunde ging ich zu ihm und fragte ihn nach dem Grund: Er sagte: „Ich kann dir keine Eins geben. Deutsch ist nicht deine Muttersprache.“ Warum ich Ihnen diese Geschichte erzähle? Nun, sie hat mich gelehrt, dass ich mich als Migrantin und Tochter eines Arbeiters doppelt anstrengen musste, um gegen das Stigma Arbeiterkind und Türkenmädchen zu bestehen.
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