Rot-Rot-Grün oder Schwarz-Grün nach der Bundestagswahl?
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Watte-Wahlkampf. CDU-Chefin Angela Merkel am Montag auf einer Kundgebung im sächsischen Zwickau

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Tagesspiegel Plus

Die Wahlkampfbeobachter (17): Angst vorm roten Mann

Klar, Angela Merkel bleibt Kanzlerin, so denken fast alle. Aber nach dem 22. September könnten Farbenspiele ins Gesichtsfeld rücken, die vorher als unwahrscheinlich, ja unmöglich galten. Vor allem Rot-Rot-Grün.

Von Robert Birnbaum

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Langweilig! Dieser Wahlkampf ist langweilig! Lang-wei-lig!! Es gibt Weniges, worüber sich die politische Szene in Berlin derart einig ist. Und hat sie nicht ausnahmsweise mal recht, die Szene? In Kneipengesprächen herrscht Ratlosigkeit: Also diesmal weiß man ja  wirklich nicht, wen man wählen soll! Auf den Marktplätzen dominiert die ungewegte Miene. Spannung kommt in  Gesichter immer nur dann,   wenn einer seinen Smartphone-Bildschirm anstarrt: Ist es diesmal was geworden, mein ganz privates Wackelbild von der Prominenz da vorn auf der Tribüne?
Nehmen wir den Befund also vorläufig ernst. Ungewöhnlich ist er nicht. Viele Wahlkämpfe sind  langweilig. Wer  nach den Gründen fragt, kommt recht schnell zu einer bemerkenswert kurzen Typologie. Langeweile kommt auf, wenn es keine Personen gibt, keine Themen oder kein Rennen.  

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