Politik: Anklage will Haft im Fall Mannesmann
Düsseldorf - Die früheren Spitzenmanager der Mannesmann AG sollen ins Gefängnis. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft forderte am Mittwoch wegen besonders schwerer Untreue Haftstrafen für alle sechs Angeklagten.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Düsseldorf - Die früheren Spitzenmanager der Mannesmann AG sollen ins Gefängnis. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft forderte am Mittwoch wegen besonders schwerer Untreue Haftstrafen für alle sechs Angeklagten. Der frühere Vorsitzende des Mannesmann-Aufsichtsrats, Joachim Funk, soll nach dem Willen der Ankläger für drei Jahre hinter Gitter, der ehemalige Mannesmann-Vorstandschef Klaus Esser zwei Jahre und sechs Monate. Für die anderen Angeklagten forderten die Staatsanwälte Bewährungsstrafen: zwei Jahre für den Chef der Deutschen Bank und damaligen Mannesmann-Aufsichtsrat, Josef Ackermann, und ein Jahr und zehn Monate für den früheren IG-Metall-Chef Klaus Zwickel. Vor allem mit dem ehemaligen Aufsichtsratschef Joachim Funk gingen die Ankläger hart ins Gericht. „Er setzte sich bedenkenlos über Aktienrecht hinweg“, kritisierten die Staatsanwälte und warfen Funk vor, sich selbst bereichert zu haben. Funk hatte neben einer Prämie über sechs Millionen Mark zusätzlich 5,3 Millionen an Abfindungen erhalten.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true