CSU-Parteitag in Nürnberg: Beifall für den "Euroskeptiker" Gauweiler
zum Hauptinhalt
Sein Tag: CSU-Chef Seehofer in Nürnberg im Stangenwald der Mikrofone. CSU-Politik zu vermitteln – Euroskepsis plus EU-Bekenntnis – dürfte schwer werden.

© REUTERS

Tagesspiegel Plus

CSU-Parteitag in Nürnberg: Beifall für den "Euroskeptiker" Gauweiler

Die CSU pocht auf eine strikte Stabilitätskultur in Europa bis hin zum Ausschluss hartnäckiger Schuldensünder aus dem Euro, bemüht sich aber gleichzeitig darum, nicht als euroskeptisch zu erscheinen.

Von Robert Birnbaum

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Der CSU-Parteitag beschloss am Freitag in Nürnberg den Leitantrag des Vorstands, der unter anderem den Ausschluss eines Schuldenlandes aus dem Euro befürwortet. CSU-Chef Horst Seehofer sagte aber, die CSU dürfe sich nicht „in die Falle locken lassen: Wer für Geldwertstabilität ist, ist gegen Europa.“ Die CSU sei immer „Partei Europas“ gewesen. „Das Koordinatensystem der Christlich-Sozialen Union bleibt“, versicherte Seehofer. Hilfen für Schuldenländer dürfe es aber nur geben, wenn diese sich an die Vereinbarungen hielten. Alles andere wäre den Menschen in Deutschland nicht zu vermitteln, die durch eigene Anstrengung und Reformen zu soliden Haushalten beigetragen hätten. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, betonte der CSU-Vorsitzende. „Wir können nicht Null-Verschuldung bei uns und Totalverschuldung in Europa haben.“

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })