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Wahlen in Israel: Da war doch noch was
Benjamin Netanjahu hat Israel isoliert. Selbst das Verhältnis zu Amerika, dem engsten und wichtigsten Verbündeten, hat tiefe Risse erlitten. Ein Machtwechsel bei den Wahlen am Dienstag hätte mehr als nur symbolischen Wert. Ein Kommentar.

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Es lebte einst in Israel ein Gelehrter. Er hatte Anfang des vergangenen Jahrhunderts in Berlin studiert, wanderte dann nach Palästina aus. Er war Naturwissenschaftler, Mediziner und Philosoph, war religiös und achtete die Gebote. Bis ins hohe Alter unterrichtete er an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Jeschajahu Leibowitz war das Gewissen Israels, oder besser gesagt: sein schlechtes Gewissen. Nach dem Sieg 1967 im Sechstagekrieg warnte er: Besatzung sei ein Fluch, ein größerer noch für die Besatzer als für die Besetzten. Und seine Zuhörer fragte er: „Was war die große Tat von Charles de Gaulle?“ - „Er befreite sein Volk von der Herrschaft über ein anderes und zog die Franzosen aus Algerien ab.“
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