Kirchentag in Berlin: Das Comeback des Barack Obama
zum Hauptinhalt
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ex-US-Präsident Barack Obama und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm stehen in Berlin vor dem Brandenburger Tor beim Deutschem Evangelischem Kirchentag auf der Bühne und unterhalten sich.

© dpa

Tagesspiegel Plus

Kirchentag in Berlin: Das Comeback des Barack Obama

Verträgt sich das? Die Radikalität der Religion mit der des Regierens? Barack Obama hat darauf beim Kirchentag nicht immer eine Antwort. Aber eine klare Botschaft – auch für seinen Nachfolger.

Von

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Heinrich Bedford-Strohm versteht gar nicht, wieso plötzlich dieses Kichern aufkommt – bis er nach links guckt. Links von ihm auf der großen Tribüne vor dem Brandenburger Tor zieht Angela Merkel einen gestrengen Flunsch. Der evangelische Ratsvorsitzende ist sich aber keiner Schuld bewusst. Was war jetzt falsch an dem Satz, mit dem er sich an Barack Obama gewandt hat? „Wenn jetzt schon mal der lange Zeit mächtigste Mann der Welt neben mir sitzt ...“ Falsch war die politische Geographie. „Ich hab’ so geguckt“, erläutert die Kanzlerin, „weil, neben Ihnen sitze ja jetzt erstmal ich!“ Das Kichern geht in Gelächter über unter den 70 000, die gekommen sind, um einen politischen Popstar zu erleben. Die deutsche Regierungschefin ist für sie eigentlich eher Beiprogramm. Auch wenn sie Macht hat und er die Macht hinter sich. Trotzdem, solche Massen bewegt nur der Privatmann auf dem zweiten Stuhl links von Bedford-Strohm, der bis grade der 44. Präsident der Vereinigten Staaten war.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })