Tunesien und der Terror: Das verletzte Land
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Nach dem Attentat, bei dem am vergangenen Mittwoch 20 ausländische Touristen und drei Tunesier ums Leben gekommen waren, wurden die Sicherheitsvorkehrungen massiv verstärkt. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hatte sich zu der Tat bekannt. Zwei Terroristen wurden getötet, einer ist noch auf der Flucht.

© Wajdi Triki/AFP

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Tunesien und der Terror: Das verletzte Land

Der Terrorangriff auf Touristen hat Tunesien tief erschüttert. Fraglich, ob die Politik diese Krise bewältigen kann. Unser Nahost-Korrespondent Martin Gehlen ist nach Tunis gereist. Hier seine Reportage.

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Wenn sein achtjähriger Sohn Yussef in der Wohnung einen Stuhl rückt, zuckt Wassil Bouzid zusammen. 48 Stunden lang hat er kein Auge zugetan, vom Einkauf kehrte er mit leeren Händen zurück. Im Supermarkt geriet er in Panik und dachte, alle wollten ihn umlegen. "Bumm, bumm, bumm", dröhnte es in seinem Kopf. Am Abend verabredete er sich mit seinem besten Freund in einer Bar, um den Horror zu vertreiben. Als über den Bildschirm wieder die Bilder von den panisch aus dem Portal des Bardo-Museums flüchtenden Touristen flimmerten, brach er in Tränen aus. "Ich habe geheult und geheult und bin nach Hause", sagt er. "Mal geht es fünf Minuten ganz gut, dann wieder total beschissen." Seitdem lässt ihn seine Frau Salma nicht mehr aus den Augen, wie auch bei dem Gespräch im "Café Classico" in El Aouina im Norden von Tunis, wo die Familie wohnt.

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