Frank-Walter Steinmeier: Der Spätentwickler
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Frank-Walter Steinmeier: Der Spätentwickler

Zu Beginn seines Wahlkampfes sprach Steinmeier holprig und kompliziert. Inzwischen hat er es gelernt, doch die Wähler honorieren es bislang nicht.

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Dieses Duell hat Frank-Walter Steinmeier zweifelsfrei für sich entschieden. Kein TV-Duell, sondern ein ungeplantes Rede-Fernduell: Der Zufall will es, dass der Kanzlerkandidat und die Kanzlerin am Dienstag dieser Woche in Erfurt fast aufeinandertreffen. Keine 500 Meter Luftlinie liegen zwischen dem Bahnhofsvorplatz, auf dem Angela Merkel am Nachmittag spricht, und dem Anger, wo Steinmeier ein halbe Stunde später Wahlkampf macht. Merkel doziert uninspiriert über Konrad Adenauer. Sie hat auf ihrer nostalgischen Rheingold-Tour für eine dreiviertel Stunde in Erfurt Station gemacht, Steinmeier hält eine engagierte Rede. Doppelt so viele Zuhörer hat der Sozialdemokrat angelockt, etwa 800. Und während die Stimmung bei der Union eher mau ist, sind die Sozialdemokraten recht munter.

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