Gesundheitskarte für Asylbewerber: Direkt zum Arzt
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Bisher müssen Asylbewerber, außer in Hamburg und Bremen, medizinische Behandlungen erst beim Sozialamt beantragen.

© Fabian Bimmer/Reuters

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Gesundheitskarte für Asylbewerber: Direkt zum Arzt

Die Stadtstaaten Hamburg und Bremen machen vor, wie eine umkomplizierte medizinische Behandlung für Asylbewerber funktionieren kann. Bund und Länder verhandeln seit Wochen über ein ähnliches Modell.

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Viele Asylbewerber in Deutschland müssen den Besuch beim Arzt erst beim Sozialamt beantragen. Erkrankungen werden deshalb nicht selten erst mit zeitlicher Verzögerung behandelt. Bund und Länder verhandeln nun seit einigen Wochen über eine gesetzliche Regelung, die eine bundesweite Einführung einer Gesundheitskarte ermöglichen würde. Mit einer solchen Karte könnten Asylbewerber künftig direkt einen Arzt aufsuchen. Die Mehrzahl der Bundesländer hat nach einer Umfrage des Tagesspiegels grundsätzlich Interesse an der Einführung der Gesundheitskarte. Nur aus Sachsen heißt es, dass es aktuell keine landesweite Einführung einer Gesundheitskarte für Asylbewerber geben werde. Der Ausgang der Gespräche ist noch offen. Mit dem Abschluss eines Gesetzgebungsverfahrens rechnet man im Kreise der Länder jedenfalls nicht vor dem Sommer.

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