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Agenda 2030: Ein bisschen besser
Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sind eine anspruchsvolle Handlungsanweisung für die Welt. Doch damit daraus Politik wird, muss noch viel passieren. Ein Kommentar.

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Es ist oft schon schwierig, drei Partner zu einer Einigung zu bewegen. Das zeigt jeder größere Streit in der großen Koalition in Deutschland. 193 Partner auf 17 große Ziele und 169 Unterziele für eine bessere Welt festzulegen, ist eine wahre Kunst. Das ist den Vereinten Nationen im 70. Jahr ihres Bestehens auf dem größten Gipfeltreffen aller Zeiten an diesem Wochenende in New York gelungen. Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele sind eine Blaupause für eine bessere Welt bis 2030. Darin bekennt sich Saudi-Arabien zur Gleichberechtigung der Frauen. Deutschland stimmt einer geordneten Migrationspolitik zu. Die USA erklären sich bereit, eine gerechtere Verteilung des Reichtums im eigenen Land anzustreben. China akzeptiert, dass die Überfischung der Ozeane beendet werden muss. Und Simbabwe ist für mehr Demokratie.
Der Zielekatalog ist so gekonnt ausbalanciert, dass am Ende kein Staat mehr riskieren wollte, eines der 169 Unterziele noch einmal ernsthaft in Frage zu stellen. Denn das hätte die eigenen Interessen dann auch gefährdet. Nun wenden Kritiker ein, dass bei 17 Zielen und 169 Unterzielen gar kein Ziel mehr erkennbar sei. Die Überwindung der Armut, argumentieren sie, rücke in den Hintergrund, auch wenn es immer noch die Nummer eins der neuen SDGs (Sustainable Development Goals) ist. Was sie übersehen, ist die Tatsache, dass der Erfolg bei der Bekämpfung der Armut in den vergangenen 15 Jahren dadurch erreicht worden ist, dass China die schnellste, schmutzigste und in ihrer Dimension gewaltigste Wirtschaftsentwicklung in der Geschichte der Industrialisierung erlebt hat.
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