Trinh Xuan Thanh: Entführung entwickelt sich zur Staatsaffäre
zum Hauptinhalt
Ein Bild aus entspannten Tagen: Trinh Xuan Thanh sitzt in Berlin auf einer Parkbank.

© AFP

Tagesspiegel Plus

Trinh Xuan Thanh: Entführung entwickelt sich zur Staatsaffäre

Nach der Entführung eines Vietnamesen aus Berlin durch vietnamesische Agenten hat die Bundesregierung Hanoi aufgefordert, ihn unverzüglich zurückreisen zu lassen.

Von Frank Jansen

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Herr Trinh sei ein „kultivierter, weltgewandter Mensch“, erinnert sich die Berliner Anwältin Petra Isabel Schlagenhauf, „kein Apparatschik, kein grauer Bürokrat“. Schlagenhauf ist dafür bekannt, dass sie die Interessen ihrer Mandanten vehement vertritt, doch im Fall des Vietnamesen Trinh Xuan Thanh bleibt ihr höchstens ein Fünkchen Hoffnung, ihm jemals wieder gegenüberzustehen. Am Donnerstag präsentierte Vietnams Fernsehsender VTV 1 den 51 Jahre alten Mann, der am 23. Juli in Berlin vom Geheimdienst des sozialistischen Regimes entführt wurde. Trinh – in Vietnam wird der Nachname zuerst genannt – gab ein trauriges Bild ab. Schlagenhauf, in Berlins vietnamesischer Gemeinde gut vernetzt, bekam mit, dass das Staatsfernsehen ihren Mandanten vorführt.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })