Verkauf von Pegida-Galgen: Es gibt kein Recht auf Volksverhetzung
zum Hauptinhalt
2015 hatten Pegida-Demonstranten in Dresden selbstgebastelte Galgen für Angela Merkel und Sigmar Gabriel mitgebracht.

© Zentralbild/dpa-Zentralbild/dpa

Tagesspiegel Plus

Verkauf von Pegida-Galgen: Es gibt kein Recht auf Volksverhetzung

Der Beschluss der Staatsanwaltschaft Chemnitz zum Verkauf von Mini-Galgen erklärt Hass und Hetze gegenüber Politikern für gesellschaftlich akzeptabel. Ein Kommentar.

Ruth Ciesinger
Ein Kommentar von Ruth Ciesinger

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Man kann einen Galgen mit persönlicher Widmung für Kunst halten. Man kann der Ansicht sein, Politiker müssten aufgrund ihrer herausgehobenen Position schwerere Anfeindungen ertragen als "normale" Bürger. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz jedenfalls nimmt keinen Anstoß am Online-Verkauf von Mini-Galgen für Sigmar Gabriel und Angela Merkel. Das "Original" war vor zwei Jahren auf einer Pegida-Demonstration in Dresden zur Geltung gekommen, schon damals hatte die Staatsanwaltschaft entschieden, den Fall nicht weiter zu verfolgen.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })