Transatlantische Beziehungen: Fingerzeige, Nebelkerzen
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Protest gegen die NSA-Überwachung.

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Transatlantische Beziehungen: Fingerzeige, Nebelkerzen

Der NSA-Skandal hat die transatlantische Atmosphäre vergiftet. Schuld daran haben auch die politischen Eliten. In Amerika wird ungestraft gelogen, in Deutschland nach Kräften geheuchelt. Schluss damit! Ein Kommentar.

Christoph von Marschall
Ein Kommentar von Christoph von Marschall

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Dieser Ärger wird sich nicht von allein verflüchtigen – schon gar nicht nach den neuen Berichten, dass auch der BND US-Regierungsmitglieder abhört und den Nato-Verbündeten Türkei überwacht. Angela Merkel und Barack Obama mögen ihren Weg gefunden haben, über den NSA- Streit hinwegzukommen; für ihre Gesellschaften gilt das nicht. Die Abhöraffäre wirkt wie ein schleichendes Gift, das in immer mehr Bereiche der transatlantischen Beziehungen eindringt und sie kontaminiert. Man sieht es an der öffentlichen Skepsis gegenüber dem geplanten Transatlantischen Freihandels- und Investitionsabkommen. Das Projekt könnte beiden Seiten großen Nutzen bringen, sofern es vernünftig ausverhandelt wird. In der Atmosphäre des Misstrauens gewinnen selbst sachlich abwegige Einwände Resonanz.

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