Gewalt in Ägypten: Fotograf filmt eigenen Tod
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Unterstützer von Präsident Mursi nahe der Rabaa al-Adawiya-Moschee bei einem Sitzstreik.

© dpa

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Gewalt in Ägypten: Fotograf filmt eigenen Tod

Ein Fotograf filmt seinen eigenen Tod durch einen Scharfschützen. Der Mann ist damit eines der 51 Opfer die seit Anfang der Woche bei Protesten ihr Leben verloren. Amnesty International übt heftige Kritik an Ägyptens Militär und nennt die Gewalt "exzessiv".

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Der Mann in beiger Militäruniform hockt hinter einer Dachbrüstung, von unten schallen protestierende Topfschläge und entsetzte Schreie der Demonstranten herauf. Mehrmals taucht er mit seinem Sturmgewehr aus der Deckung auf, zielt und drückt ab. Gefilmt wird er dabei vom Hochhaus gegenüber von einem jungen Journalisten der Muslimbrüder. Dann plötzlich entdeckt der Scharfschütze den Fotografen, dreht sein Gewehr in dessen Richtung und schießt – das Video bricht ab. Ahmed Assem El-Senousy wird von der Kugel in den Kopf getroffen. Er hat seinen eigenen Tod gefilmt. Eine Stunde später lieferte ein Unbekannter die blutverschmierte Kamera und das Mobiltelefon in dem Medienzelt nahe der Rabaa al-Adawiya Moschee ab, wo die Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi seit Tagen campieren.

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