China und Taiwan: Herr Xi trifft Herrn Ma
zum Hauptinhalt
Die Polizei verhaftet einen Demonstranten, der vor dem Präsidentenpalast in Taipeh gegen das Treffen der Präsidenten Chinas und Taiwans protestiert. Er soll eine Rauchbombe geworfen haben.

© AFP

Tagesspiegel Plus

China und Taiwan: Herr Xi trifft Herrn Ma

Am Samstag treffen sich erstmals seit Ende des Bürgerkriegs 1949 die Präsidenten Chinas und Taiwans. Es ist ein politisch und historisch außergewöhnliches Meeting.

Stand:

Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.

Wie politisch außergewöhnlich das Treffen des chinesischen Präsidenten mit dem taiwanischen Präsidenten am Samstag in Singapur ist, beweist bereits das Problem der gegenseitigen Anrede. Chinas Staatschef Xi Jinping darf sein Gegenüber Ma Ying-jeou auf keinen Fall „Präsident“ nennen, denn das würde implizieren, dass Taiwan ein eigenes Land wäre. China aber betrachtet die Insel im Ostchinesischen Meer seit 1949 gemäß der „Ein-China-Politik“ als abtrünnige Provinz. Die Anrede „Parteichef“, eine Lösung früherer Tage, kann auch nicht benutzt werden, weil Ma Ying-jeou als Vorsitzender der Kuomintang-Partei (KMT) zurückgetreten ist. Beide werden daher die kuriose Sprachregelung „Xi Xiansheng“ und „Ma Xiansheng“ benutzen:  Herr Xi und Herr Ma.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })