China: Homosexuelle kämpfen mit hartnäckigen Vorurteilen
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zwei Männer halten Händchen

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China: Homosexuelle kämpfen mit hartnäckigen Vorurteilen

Es war ein Schock für die gesamte Familie, als ihr die Chinesin Guo Yujie eröffnete, dass sie lesbisch ist. Am wenigsten aber konnte ihr jüngerer Bruder damit umgehen.

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Es war ein Schock für die gesamte Familie, als ihr die Chinesin Guo Yujie eröffnete, dass sie lesbisch ist. Am wenigsten aber konnte ihr jüngerer Bruder damit umgehen. Er war von der sexuellen Orientierung seiner Schwester vollkommen überrascht und fragte: „Bist du sicher? Ich dachte, das gibt es nur im Westen.“ Guo Yujies Schritt, ihre sexuelle Orientierung öffentlich zum machen, ist in China ein besonders mutiger. Ein Großteil der chinesischen Gesellschaft, und oft auch der eigenen Familie, begegnet homosexuellen Menschen mit großer Unwissenheit und hartnäckigen Vorurteilen. Das spiegelte sich lange Zeit auch in den chinesischen Gesetzen wieder. Bis 1997 galten schwule Beziehungen als Verbrechen, erst  2001 wurde Homosexualität in China von der Liste der Geisteskrankheiten  genommen. Auch hat der große kulturelle Druck im Reich der Mitte, die  Familientradition fortzuschreiben, dazu geführt, dass in China das Phänomen der Scheinehen besonders ausgeprägt ist.

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