
© REUTERS
Nach Berlusconis Rücktritt: Hupkonzert am Quirinal
Die Italiener feiern den Rücktritt ihres Premiers Berlusconis wie einen WM-Sieg. Aber nicht alle sind überzeugt, dass nun seine Ära wirklich beendet ist.
Stand:
nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren.
Am Sonntagabend hat der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano den früheren EU-Kommissar Mario Monti erwartungsgemäß mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt. In Brüssel wurde diese Entscheidung mit Erleichterung aufgenommen. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso werteten dies als „ermutigendes Signal zur Krisenüberwindung“. Der 68-jährige Monti nahm Napolitanos Auftrag „unter Vorbehalt“ an. Er ließ offen, ob sich sein Vorbehalt auf die Ankündigung des am Samstag zurückgetretenen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi bezieht, seine Verpflichtungen im Parlament „mit doppeltem Einsatz“ wahrnehmen zu wollen. Es gehe darum, Italien zu erneuern, sagte Berlusconi in einer Fernsehbotschaft am Sonntagabend. Seine „Liebe und Leidenschaft für Italien“ seien ungebrochen. Nur die Pfiffe und Beleidigungen am Vorabend hätten ihn traurig gemacht, beklagte Berlusconi.
- showPaywall:
- true
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- true