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Linke-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht: "Ich hielt Andersdenkende oft für Idioten"
Linken-Spitzenkandidatin und Fraktionschefin Sahra Wagenknecht spricht über eigene Fehler, Gefühle und ihr Glück mit Ehemann Oskar Lafontaine.
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Es kommt selten vor, dass Sahra Wagenknecht über eigene Fehler redet oder gar über Emotionen. In der Öffentlichkeit gilt die Spitzenkandidatin der Linkspartei als extrem distanziert, im Tagesspiegel hat sie diese Haltung nun abgelegt. Sie sagt: „Früher war ich ziemlich arrogant, habe andere spüren lassen, wenn ich wenig von ihnen hielt. Als ich sehr jung war, habe ich meine Positionen kaum hinterfragt, sondern hielt Andersdenkende oft einfach für Idioten. So bin ich zum Glück nicht mehr, ich bin ja auch älter geworden.“ Allerdings sei sie noch immer „sehr eigenwillig, orientiere mich primär daran, was ich richtig oder falsch finde; ich gucke da nicht nach anderen oder möglichen Mehrheiten. In diesem Sinne bin ich eine Einzelgängerin, aber ich habe auch begriffen, dass ich in der Politik das Feedback der anderen brauche, dass es wichtig und positiv ist, selbst wenn es Kritik ist.“
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