Porträt: Kurt Westergaard - Zeichnen der Zeit
Für Kurt Westergaard war es nur ein Job. Stelle den Propheten Mohammed dar. 2005 malte er ihn mit Zündschnur am Turban – und weltweit tobten Muslime. "Ich bin Zeichner. Und kein Verbrecher", sagt der Däne, der nun ausgezeichnet wurde.
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In deutschen Kinos läuft gerade ein Film, den anzusehen sogar der Regisseur selbst nicht empfiehlt. Während die Zuschauer sich im Sitz zurücklehnen, auf die Leinwand starren und sich ihnen vielleicht die letzte Gelegenheit bietet, den bereits dunklen Saal zu verlassen, sagt Dani Levy aus dem Off, dass es sich im Folgenden nicht um Unterhaltungskino handele. Es geht ja auch wirklich um eine ernste Sache – Humor. Das Wichtigste, das er sich vorstellen könne, wäre es, eine Komödie über den Karikaturenstreit zu drehen, sagt Levys Alter ego Alfi Seliger in „Das Leben ist zu lang“. Levy hat ihn erfunden, um eine Satire über das Komödien- Business zu drehen, darüber, wie es ist, einen lustigen Film zu drehen, bei dem einem das Lachen vergeht. Diese Komödie soll vom Karikaturenstreit und vom Ende des Humors handeln, Arbeitstitel: „Mo-ha-ha-mmed“. „Der Humor ist eine der letzten Freiheiten, die wir noch haben“, heißt es darin. „Wenn irgend so ein Mullah daher kommt und uns vorschreiben will, worüber wir zu lachen haben und worüber nicht, da muss doch jemand kommen und darüber ’ne Komödie drehen ... auch fünf Jahre später.“ Die Komödie kommt nie zustande. Es ist wirklich kein komischer Film.
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