Politik: Libyen hebt Todesurteile auf
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Politik: Libyen hebt Todesurteile auf

Gericht in Tripolis ordnet im Aids-Skandal neuen Prozess gegen bulgarische Krankenschwestern an

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Berlin - Der Oberste Gerichtshof in Libyen hat die Todesurteile gegen fünf Krankenschwestern aus Bulgarien und einen palästinensischen Arzt aufgehoben. Nach der Entscheidung vom Sonntag, den Fall vor einer unteren Instanz neu zu verhandeln, wächst die Hoffnung auf baldige Freilassung der Angeklagten nach fast siebenjähriger Untersuchungshaft. Sie hatten den Tatvorwurf, 1998 über 400 libysche Kinder im Kinderhospital Al Fatih in Benghasi absichtlich mit dem HI-Virus infiziert zu haben, stets bestritten und behauptet, 1999 von den libyschen Strafverfolgungsbehörden durch Folter zu Teilgeständnissen gezwungen worden zu sein. Seit Ausbruch der Epidemie sollen 50 Kinder gestorben sein.

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