Linkspartei: Links und zerstritten
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Linkspartei: Links und zerstritten

Auf zwei Parteitagen beschäftigen sich WASG und PDS mit ihrer Fusion – die einen heftig debattierend, die andern in verordneter Harmonie

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Bloß kein Öl ins Feuer gießen. Jetzt, wo das einst als historisch beschworene Linksbündnis auf der Kippe steht, will Lothar Bisky nicht das Lied von den Schwierigkeiten singen. Der Vorsitzende der PDS steht in Halle zur Wiederwahl. Er nennt eine gesamtdeutsche Linkspartei in Deutschland „ein Stück längst überfälliger europäischer Normalität“. Und verliert kein Wort über den drohenden konkurrierenden Wahlantritt der WASG bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl im September. Nur zwischen den Zeilen der Parteitagsrede können die Delegierten erahnen, was Bisky wirklich sorgt. Einmal zitiert er das Statut seiner eigenen Partei, das die Mitglieder zu Toleranz, praktischer Solidarität, Pluralismus und kulturvollem Meinungsstreit verpflichtet. „Ach, wär’ das schön“, entfährt es dem Parteichef.

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