Politik: Millionen für die Sprache
Wie die Mercator-Stiftung die Bildung und Integration von jungen Migranten fördert
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Die Terminfolge entspringt dem Zufall. Dennoch entwickelt Rüdiger Frohn eine diebische Freude bei dem Gedanken, dass er der Frau Bundeskanzlerin eine nette Vorlage für ihren Integrationsgipfel liefert, der sich breit mit Programmen für die Sprachförderung von jungen Migranten beschäftigt. Am Tag vor dem Gipfel präsentiert der ehemalige Chef des Bundespräsidialamtes eine private Initiative auf diesem Feld, die von der Politik kaum übertroffen werden kann: die Mercator-Stiftung, für die Frohn inzwischen als ehrenamtlicher Beiratsvorsitzender die Geschicke lenkt, gibt im Moment zehn Millionen Euro allein für diesen Zweck aus. „Während andere noch reden und an Konzepten basteln, machen wir etwas“, sagt Frohn, „wir unterrichten 6000 Kinder im ganzen Bundesgebiet mit 1000 Studenten.“ Eher beiläufig fügt er dann noch hinzu, dass sich die Bund-Länder- Kommission kürzlich nach langer und intensiver Debatte darauf verständigt hat, zwölf Millionen Euro für die Sprachförderung von Migranten auszugeben, man aber noch nicht wisse, wie man das Geld konkret ausgibt.
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