Politik: Nein aus höherem Interesse
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Geste der Versöhnung. Intellektuelle und Aktivisten gedenken in Istanbul erstmals öffentlich der Opfer des Massakers an Armeniern im Jahre 1915. Foto: AFP

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Politik: Nein aus höherem Interesse

In der Türkei wird erstmals öffentlich des Armenier-Massakers gedacht – doch zwischen den beiden Ländern stockt die Aussöhnung

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Es gibt historische Momente, die keine Pauken und Trompeten brauchen. Als sich am Samstagabend mehrere hundert Menschen schweigend auf dem Pflaster am Taksim-Platz in der Innenstadt der türkischen Metropole Istanbul niederließen, schrieben sie Geschichte. Zum ersten Mal seit dem Massenmord an den Armeniern vor 95 Jahren fand auf türkischem Boden eine öffentliche Gedenkveranstaltung für die Opfer der Massaker statt. „Dieser Schmerz ist unser Schmerz, unsere gemeinsame Trauer“ stand in weißer Schrift auf einem schwarzen Transparent, das in der Mitte der sitzenden Demonstranten lag, umgeben von roten Nelken und brennenden Kerzen. Das Istanbuler Signal kam ausgerechnet zu einer Zeit, in der die politische Annäherung zwischen der Türkei und Armenien ins Stocken geraten ist.

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