Politik: Ohne Entschuldigung
Vor 200 Jahren verboten die Briten den Sklavenhandel und fürchten noch heute Ansprüche der Opfer
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Seit dieser Woche läuft in Großbritannien ein wunderbar kitschiger Film. „Amazing Grace“ feiert die britischen Kämpfer für das Verbot der Sklaverei vor 200 Jahren – und entzweit die aktuelle britische Regierung. Vizepremier John Prescott gefiel die Botschaft des Films nicht unbedingt. „Wir haben die Vorstellung, dass 1807 ein Christ aus Hull daherkam und einfach die Gesetze änderte“, sagte Prescott im Interview mit der Zeitung „Guardian“ über William Wilberforce, den Anti-Sklaverei-Aktivisten, Tory-Abgeordneten und Helden des Films. Tatsächlich jedoch hätten die öffentliche Meinung, die einfachen Arbeiter, das Parlament schließlich zum Sklavereiverbot gezwungen.
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