Politik: Schüsse ins Trübe
Die israelische Armee hat kaum Informationen über den Feind – die Geheimdienste sollen schuld sein
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Die israelischen Geheimdienste, allen voran der militärische Nachrichtendienst, haben versagt. Darin sind sich die Experten einig. Auch in Armeekreisen wird zusehends Kritik laut. Es gibt nichts Schwereres für einen Geheimdienst als in eine straff geführte, ideologisch geprägte, religiös motivierte Terrororganisation einzudringen. Vor allem, wenn sie von fremdem Territorium aus agiert. Die pro-iranische, schiitisch-libanesische Hisbollah ist, genauso wie die radikalislamistische Hamas im Gazastreifen, kaum zu knacken. Ausreden für ihr Versagen im anhaltenden Libanonkrieg gibt es für die israelischen Geheimdienstler also genug. Doch diese Ausreden decken noch lange nicht die ganze Bandbreite des Versagens der Nachrichtendienste ab. Vor allem aber haben sie unzählige Menschenleben gefordert, auf israelischer wie libanesischer Seite.
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