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"Fake News": Staat darf sich nicht zum Richter über die Wahrheit erheben
Immer öfter verunsichern gezielt gestreute Falschmeldungen Regierungen und Öffentlichkeit. Aber brauchen wir deshalb eine "Wahrheitsbehörde"? Ein Kommentar.

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Postfaktisch ist das Wort des Jahres, „Fake News“, also Falschmeldungen, „trenden stark“, wie es auf Social-Media-Neudeutsch heißt – mit gefährlichen Folgen: In Washington schoss ein Mann in einer Pizzeria um sich, weil er Meldungen glaubte, Hillary Clinton betreibe dort einen Kinderpornoring; in Berlin geriet Renate Künast in einen bedrohlichen „Shitstorm“, weil ihr in einem gefälschten Zitat bei Facebook Verständnis für einen unter Mordverdacht stehenden Flüchtling angedichtet wurde; kurz vor Weihnachten fiel der pakistanische Außenminister auf die Behauptung einer Website herein, Israel drohe seinem Land mit einem Atomangiff; und am Montag twitterte Sony den Unfalltod von Britney Spears – sie lebt, jemand hatte den Account des Unternehmens gehackt.
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