"Fake News": Staat darf sich nicht zum Richter über die Wahrheit erheben
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Fake-News als Sprengsatz: Eine pakistanische Rakete - Pakistans Regierung war auf eine falsche Nachricht reingefallen.

© imago/Xinhua

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"Fake News": Staat darf sich nicht zum Richter über die Wahrheit erheben

Immer öfter verunsichern gezielt gestreute Falschmeldungen Regierungen und Öffentlichkeit. Aber brauchen wir deshalb eine "Wahrheitsbehörde"? Ein Kommentar.

Lorenz Maroldt
Ein Kommentar von Lorenz Maroldt

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Postfaktisch ist das Wort des Jahres, „Fake News“, also Falschmeldungen, „trenden stark“, wie es auf Social-Media-Neudeutsch heißt – mit gefährlichen Folgen: In Washington schoss ein Mann in einer Pizzeria um sich, weil er Meldungen glaubte, Hillary Clinton betreibe dort einen Kinderpornoring; in Berlin geriet Renate Künast in einen bedrohlichen „Shitstorm“, weil ihr in einem gefälschten Zitat bei Facebook Verständnis für einen unter Mordverdacht stehenden Flüchtling angedichtet wurde; kurz vor Weihnachten fiel der pakistanische Außenminister auf die Behauptung einer Website herein, Israel drohe seinem Land mit einem Atomangiff; und am Montag twitterte Sony den Unfalltod von Britney Spears – sie lebt, jemand hatte den Account des Unternehmens gehackt.

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